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Gut in Form durch richtigen Schnitt

Tolle Formen selbst gestalten


Selbst Pflanzen zu formen macht Spaß und ist kreativ. Ein besonders dankbarer Werkstoff für Figuren aller Art sind Pflanzen mit kleinem Laub oder feiner Benadlung, etwa Buchsbäume  und Eiben. Die besten Termine für den Formschnitt liegen im Sommer.

Etagen-Gehölze (von links nach rechts)

 

  • Sehr für eine Etagenform sind Eiben geeignet. Die Ausgangspflanze sollte etwa 100 bis 150 cm hoch sein.
  • Formen Sie die Pflanze zunächst kegelförmig.
  • Durch schneiden und herunterbinden der Triebe bis in die Waagerechte entsteht ein ca. 20 cm breiter Ring um die Pflanze.
  • In den nächsten Jahren werden weitere Ringe auf die gleiche Weise gestaltet und durch regelmäßigen Schnitt fixiert.
  • Die Spitze wird kegelförmig ausgestaltet.

Buchsformen


Schon die Römer waren von der Schnittverträglichkeit des Buchsbaumes fasziniert. Die hervorragenden Schnitteigenschaften des langsam wachsenden Strauches werden mittlerweile auch für die Gestaltung von Formen und Skulpturen aller Art genutzt. Das Spektrum reicht von geometrischen Figuren wie Kegeln, Pyramiden, Kugeln, Spiralen und Säulen über Bögen bis hin zu Fantasieformen wie Tierfiguren und Teddybären.

 

Diese Fromen sind natürlich auch mit anderen schnittverträglichen Pflanzen (z.B. Eibe oder Ilex) problemlos zu realisieren.

Der Buchsbaum kann aufgrund des Buchsbaumzünslers momentan leider nicht mehr für eine Pflanzung empfohlen werden.

Hilfsmittel für den exakten Formschnitt (von links nach rechts)

 

  • mit einem ausgesägten Holzbrett.
  • entlang mehrerer vom Leittrieb zum Rand gespannter Bänder.
  • entlang einem geformten Maschendrahtkege.
  • entlang einem zur Spirale gelegtem Band.

 

 

 

 

Kiefer in Höchstform


Die Gestaltung ungewöhnlicher Wuchsformen bei Kiefern ist eine hohe gärtnerische Kunst, deren Vorbilder sich in der Bonsaikultur finden. Das Formen der Bäume erfordert Geschick und vor allem Geduld. Es dauert viele Jahre bis ein Big-Bonsai gestaltet ist. GartenBaumschulen bieten ein breites Sortiment an geformten Pflanzen an. Wichtig ist, dass die pinselartigen Triebenden Ende Mai mit einer scharfen Heckenschere jedes Jahr in Form gebracht werden.

Blauregen-Stämmchen (von links nach rechts)


Der Blauregen (Wisteria) zählt zu den beliebtesten Schlingpflanzen im Garten. Aus ihnen lassen sich auch Hochstämme ziehen, die auf kleinstem Raum für eine unglaubliche Blütenfülle sorgen.

 

  • Wählen Sie dafür eine veredelte Jungpflanze mit einem kräftigen Leittrieb aus. Entfernen Sie alle weiteren Grundtriebe und kappen Sie
    im Spätwinter den Haupttrieb etwa auf 2 m Höhe.
  • Aus den neuen Trieben wählen Sie 3 bis 5, etwa gleichstarke Triebe für den Kronenaufbau aus. Alle anderen werden wiederum entfernt.
  • Schneiden Sie Haupt und Seitentriebe immer wieder zurück, bis nach 4 Jahren eine kompakte Krone entstanden ist.

Spezialformen aus Draht (von links nach rechts)


Mit speziellen Drahtformen lassen sich auch komplexe Figuren formschön gestalten. Fixieren Sie die Form um die Pflanze. Einzelne Äste werden der Form entsprechend am Draht geführt und festgebunden. Herausragende Triebe werden in den folgenden Jahren immer wieder eingekürzt, bis die Form vollständig ist.

Copyright: Texte: Markley, Illustrationen: Vierhaus (4) / Haan